
In Parzellen welche im Herbst noch nicht behandelt wurden, kann Bentazon ( z.B. Basagran SG) gemischt mit Pendimethalin (z.B. Stomp Aqua) oder Imazamox (z.B. Bolero) verwendet werden. Stark entwickeltes Unkraut wird schlechter erfasst. Innerhalb von zwei Jahren dürfen maximal 0.96 kg/ha Bentazon auf der gleichen Parzelle verwendet werden. Neu darf Imazamox (z.Bsp. Bolero) nicht mehr in S2 Zonen verwendet werden.
Saat und Unkrautbekämpfung: Eiweisserbsen reagieren sehr sensibel auf Strukturprobleme im Boden. Die Saat sollte nur in genügend abgetrocknete Böden erfolgen.
Die Unkrautbekämpfung kann sowohl im Vorauflauf als auch im Nachauflauf gemacht werden. Im Vorauflauf sollte die Behandlung möglichst rasch nach der Saat erfolgen, um das Risiko für Phytotox (Schäden an Kulturpflanzen) zu minimieren. Feuchte Böden und ein wenig Regen nach der Behandlung sind optimal für eine gute Wirkung.
Vorauflauf
Die Unkrautbekämpfung im Vorauflauf erfolgt mit Bodenherbiziden wie Bandur, Cargon S + Successor 600 (nur auf eine gut zugedeckte Saat) oder mit Bolero. Für Successor 600 und Bandur müssen Abstände von 20 m gegenüber Oberflächengewässern eingehalten werden (Driftauflagen). Bandur weist bezüglich Abschwemmung je nach Dosierung 2 bis 4 Punkte auf.
Nachauflauf
Der Herbizideinsatz im Nachauflauf kann beispielsweise im Stadium 2 bis 4 Blattetagen der Erbsen, als Mischung aus einem Bodenherbizid (Pendimenthalin) und einem Kontaktmittel (Bentazone) oder mit Bolero (Imazamox) gemacht werden. Blattherbizide nicht während Kälteperioden (Nachtfröste) anwenden. Für eine gute Wirkung ist es wichtig, dass die Unkräuter noch im Keimblatt bis 2-Blattstadium sind. Mittel die Bentazon enthalten (z.B. Basagran), wie auch Mittel mit der Aktivsubstanz Pethoxamid (Successor 600, Colzaphen und Rodino Ready) und neu Imazamox (z.b. Bolero) sind in den S2-Zonen verboten. Falls nötig können beim Auflaufen von Gräsern noch spezifische Gräsermittel eingesetzt werden (s. PSM im Feldbau S. 104).
Die mechanische Unkrautbekämpfung mit einem Hackstriegel ergibt bei optimalen Wetter- und Bodenbedingungen gute Ergebnisse. Dafür abwarten, bis die Erbsen 2 bis 3 Blattetagen haben. Zudem sollte 4 bis 5 cm tief gesät werden, um eine gute Bewurzelung sicher zu stellen.