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In gewissen Region erfolgten starke Gewitter, zum Teil mit Hagel. Die Folgen davon sind je nach Bodenbeschaffenheit Verkrustungen die den Raps beim Auflaufen und der Jugendentwicklung stark hemmen. Erfolgt ein gestaffelter Feldaufgang so können noch keimende Rapspflanzen die Kruste nicht durchbrechen und ersticken im schlechtesten Fall. Markieren sie einige Stellen im Feld an welchen sie die Pflanzendichte auszählen und die Entwicklung beobachten, durch solche fixen Anhaltspunkte ist die Beurteilung weniger beeinflusst. Suchen sie in der Schar ob noch Pflanzen keimen, und ob diese in der Lage sind die Kruste zu durchbrechen.
Als Anhaltspunkt: Vor dem Winter wird eine optimale Pflanzendichte von von 20 Pflanzen pro Quadratmeter angestrebt. Nach dem Winter kann unter 15 Pflanzen pro Quadratmeter ein Abbruch der Kultur in Betracht gezogen werden.
In tieferen Lagen werden Saaten im Normalfall bis ca. 10 September empfohlen.
Wurde der Raps mit der Einzelkornsämaschine oder in Breitsaat mit GPS gesät, und es stehen noch in ungenügender Dichte gesunde Pflanzen auf dem Feld, kann eine Einsaat mit der gleichen Maschine zwischen den Reihen in Erwägung gezogen werden. Dabei wird aber der Herbizidfilm in der Schar verletzt und es kann dadurch eine Verunkrautung entstehen. In dieser Situation ist der zusätzliche Einsatz von einem gängigen Herbizid nicht empfohlen, die intakten, aufgelaufenen Pflanzen würden Schaden erleiden. Die einzige Lösung wäre der Einsatz von Propyzamid (z.b. Kerb Flo) bei kühlen Bodentemperaturen (<5°C). Wobei aber nicht alle Unkräuter genügend erfasst werden.
Bei Breitsaaten muss die Fläche unter Zerstörung der bereits aufgelaufenen Pflanzen angesät werden. Zwar weist das bereits gelegte Herbizid noch eine Wirkung auf, die Unkrautbekämpfung sollte aber noch einmal durchgeführt werden. Dabei muss darauf geachtet werden dass die maximal zulässigen Mengen pro ha nicht überschritten werden. D.h. Produkte so einsetzen dass andere Aktivsubstanzen zum Einsatz kommen.