Stadium Weizen: Fahnenblatt voll entwickelt (DC 39) bis Blüte (DC 61).
Kommt es zu einem Befall mit Ährenfusarien, leidet der Ertrag und die Qualität darunter. Die Fusarienpilze bilden Mykotoxine, welche für Mensch und Tier gesundheitsschädlich sind. Ein Befall soll daher so gut wie möglich verhindert werden.
Ein erhöhtes Risiko herrscht auf Feldern, auf denen eine reduzierte Bodenbearbeitung durchgeführt wurde, bei anfälligen Sorten (z.B. Piznair, Axen, Cadlimo, ...) und dort, wo Weizen nach Mais angebaut wird. Werden diese Situationen vermieden, kann auch der Fusarienbefall deutlich reduziert werden. Mit der Wahl einer toleranten Sorte kann dem ebenfalls entgegengewirkt werden.
Das Infektionsrisiko hängt davon ab, wie viel vom Inokulum des Pilzes vom Vorjahr auf der Parzelle vorhanden ist (Vorfrucht, Bodenbearbeitung), aber auch wie die Witterung zur Blüte ist. Solange trockene Bedingungen herrschen, ist keine Behandlung nötig. Bei Niederschlag oder hoher Luftfeuchtigkeit mit Temperaturen von ca. 25 °C, kann sich der Pilz vermehren und über Regen und Wind verbreiten.
Bei einem Infektionsrisiko kann gegen Ährenfusarien ab Blühbeginn eine Fungizidbehandlung gemacht werden (CD 61). Fungizid-Applikationen, die zu früh durchgeführt werden, bieten vor der Krankheit keinen Schutz und sind deshalb nicht gerechtfertigt. Die Applikation sollte maximal 2 Tage vor oder nach einem Niederschlag erfolgen.
Die beste Wirkung wird mit Doppelflachstrahldüsen und einem Prothioconazol-haltigem Fungizid (z.Bsp. Proline) erzielt. Falls das Wetter während dem Ährenschieben und Beginn Blüte trocken ist, ist keine Behandlung nötig.
Eine Risikoeinschätzung basierend auf Sorte, Vorkultur, Ernterückstände und Klima während der Blüte kann in den Datenblätter Ackerbau 2.5.12 von Agridea aufgerufen werden.