
Je nach Gründüngung stellt sich die Frage, ob diese noch mechanisch oder chemisch zerstört werden muss. Hierbei ist die Zusammensetzung der Mischung (Arten) und das Entwicklungsstadium der Gründüngung zu beachten.
Das Ziel ist es, dass die Gründüngungen möglichst viel Biomasse bilden, aber nicht absamen. Spätestens sobald die Pflanzen blühen, empfiehlt sich eine Zerstörung, um noch vor der Samenreife die Entwicklung der Pflanzen zu stoppen.
Bei abfrierenden Gründüngungen wird das Abstoppen je nach dem durch Froste erledigt. Arten wie Guizotia, Buchweizen oder Sorghum sind beispielsweise Arten, welche schon bei Temperaturen von -1 °C abfrieren, wobei andere Arten wie Ölrettich, Alexandrinerklee oder Senf zwischen -7 und -13°C benötigen. Das bedeutet, dass je nach Mischung und Standort die Temperaturen im Winter für ein zuverlässiges Abfrieren nicht mehr ausreichen. Es wird somit auch in diesem Fall eine mechanische Zerstörung nötig.
Wichtig zu beachten ist, dass weit entwickelte Pflanzen viel besser abfrieren als nur wenig entwickelte.

Bei nicht abfrierenden Gründüngungen ist das Entwicklungsstadium der Arten zu beachten. Bei der Blüte und noch vor der Samenbildung sollen die Gründüngungen zerstört werden, sei das im Herbst oder dann im Frühling.
Je nach Kultur und Bewirtschaftung im Folgejahr, ist zu beachten, wie stark die Pflanzenreste zerkleinert werden. Beispielsweise bei einer mechanischen Unkrautbekämpfung ist das Mulchen der Gründüngung sinnvoll, damit der Striegel oder das Hackgerät richtig arbeiten können bzw. nicht verstopfen.
Die Zerstörung kann durch Mulchen oder mit einer Cambridge-Walze, einer Messerwalze oder dem Kreiselheuer durchgeführt werden. Die verletzten Pflanzen werden dann anschliessend durch den Frost im Winter endgültig zerstört. Zum Schutz der Bienen und anderen Bestäubern, ist das Mulchen früh morgens oder abends einzuplanen.