Pflanzenschutz-Bulletin

vom 1. Oktober 2026

Rübenernte

Allein die Trockenheit oder die kumulierten Auswirkungen des Rübenrüsslers und der Trockenheit, führten in einigen Fällen zu sehr kritischen Situationen. Sofern die Wurzeln keine Fäulnis aufweisen, konnten noch neue Blätter gebildet werden. Andere Parzellen können bereits nicht mehr geerntet werden.

Kommunikation der Zuckerbranche

Der Schweizerischen Verband der Zuckerrübenpflanzer (SVZ), die Schweizerische Fachstelle für Zuckerrübenbau (SFZ) und die Schweizer Zucker AG (SZU) haben gemeinsame Schreiben veröffentlicht.

Das aktuellste dient als Entscheidungshilfe dafür, ob die Rüben gerodet werden sollen oder nicht.

Achtung

Potenzielle nicht abgeerntete Parzellen müssen besonders beachtet werden.
Die Rüben müssen unbedingt vollständig vom Feld entfernt oder mechanisch vernichtet werden. Das Ziel ist, dass sie so schnell wie möglich verrotten und nicht wieder austreiben können. Damit sollen Probleme durch Durchwuchs in der Folgekultur vermieden werden.

In jedem Fall muss im Frühjahr auf möglichen Durchwuchs geachtet und nach Bedarf chemisch eingegriffen werden. Nach dem Anbau von Conviso-Rüben ist besondere Wachsamkeit geboten, da nur Hormone (HRAC 4) eine ausreichende Wirksamkeit gegen diese Rüben aufweisen.

Wissenswertes:

  • Es besteht keine Ernte- oder Lieferpflicht, um Anspruch auf den Kulturbeitrag zu haben (gemäss der Einzelkulturbeitragsverordnung EKBV; für Zuckerrüben gilt eine Ausnahme).
  • Gleiches gilt für die Beiträge (Verzicht auf PSM (Extenso), Verzicht auf Herbizide).
  • Es wird empfohlen, dies im Feldkalender zu vermerken, eine Meldung an den Sektor Direktzahlungen ist jedoch nicht erforderlich.


Rübenrüssler

Wegen der Trockenheit und der Hitze konnten die Larven des Rübenrüsslers früh in die schwach entwickelten Rübenköpfe vordringen. Je nach Befallsintensität ist auch das Blattwerk frühzeitig durch die Larvengänge zerstört worden. Besonders betroffen waren Parzellen mit schlechtem Wasserhaushalt.

Adulter Rüsselkäfer der nächsten Generation beim Blattfrass
Erdflohfrass der 2. Generation (1-2 mm Durchmesser).

Das grösste Schadenspotenzial  besteht, wenn sich Pilze oder Bakterien in den Larvengängen im Bereich des Wurzelhalses ansiedeln und eine Wurzelfäule verursachen.

Die derzeitige Wasserstresssituation hat die die Aktivität von Aphanomyces cochlioides, begünstigt. Dabei handelt es sich um einen Pilz der schwerwiegende Auswirkungen auf den Ertrag haben kann.

Symptome: Welken und Absterben der Blätter, Fäulnis vom Wurzelhals bis zur Wurzelspitze; die Wurzel ist weich und riecht nach Essig.


Vom Kopf ausgehende Wurzelfäule.

Ausserdem

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