
Allein die Trockenheit oder die kumulierten Auswirkungen des Rüsselkäfers und der Trockenheit, führen in einigen Fällen zu sehr kritischen Situationen. Sofern die Wurzeln keine Fäulnis aufweisen, könnte mit der Rückkehr der Niederschläge noch die Bildung neuer Blätter möglich sein. Andere Parzellen können bereits nicht mehr geerntet werden. Derzeit finden Gespräche statt, um die Lage einzuschätzen.
Wissenswertes:
Im Anschluss an die Notfallzulassung 2026, für den Einsatz von Acetamiprid (z. B. Gazelle, Oryx usw., 200 g/ha) gegen den Rübenrüsselkäfer, sollten die unbehandelten Kontrollflächen besichtigt werden, um die Wirksamkeit der Behandlung zu bewerten. Sie können sich gerne an uns wenden, damit wir solche Parzellen besichtigen können.
Wegen der Trockenheit und der Hitze konnten die Larven des Rübenrüsslers früh in die schwach entwickelten Rübenköpfe vordringen. Je nach Befallsintensität ist auch das Blattwerk frühzeitig durch die Larvengänge zerstört worden. Besonders betroffen sind Parzellen mit schlechtem Wasserhaushalt.
Die neu geschlüpften Käfer sind in diesem Jahr nicht mehr fortpflanzungsfähig und legen keine Eier mehr. Hingegen verursachen sie zum Teil spektakuläre Frassschäden. Diese Käfer werden in der nächsten Zeit die Parzellen verlassen um in ihr Winterquartier zu gelangen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Bekämpfungsmöglichkeit mehr. Dies gilt auch für Befälle der 2. Generation Erdflöhe, (siehe Bild unten).

Das größte Schadenspotenzial (bis zu 50 % Ertragsverluste) besteht, wenn sich Pilze oder Bakterien in den Larvengängen im Bereich des Wurzelhalses ansiedeln und eine Wurzelfäule verursachen.
Dieses Phänomen (Wurzelfäule) wurde bislang nur selten beobachtet.
Die derzeitige Wasserstresssituation kann die die Aktivität von Aphanomyces cochlioides, begünstigen. Dabei handelt es sich um einen Pilz der schwerwiegende Auswirkungen auf den Ertrag haben kann.
Symptome: Welken und Absterben der Blätter, Fäulnis vom Wurzelhals bis zur Wurzelspitze; die Wurzel ist weich und riecht nach Essig.
