Pflanzenschutz-Bulletin

vom 20. August 2026

Herbstdüngung

Abhängig von Vorkultur

Raps kann je nach Entwicklung bis zum 10-Blattstadium 60 bis 80 kg N/ha aufnehmen.  Dies entspricht jedoch nicht der sinnvollen zu düngenden Menge. Je nach Vorkultur sollte sogar gar kein Stickstoff gedüngt werden.  Beachten Sie die Bodenvorräte und die natürliche Mineralisierung.

Nach Getreide bietet sich eine Güllegabe von rund 30 kg N/ha an. Wurde das Stroh auf dem Feld belassen, sollte dieses gut eingearbeitet werden. Bei Stroh auf dem Feld kann die Güllegabe leicht erhöht, früher appliziert und eingearbeitet werden.

Nach Saatkartoffeln oder anderen früh geernteten Hackfrüchten kann auf eine Stickstoffdüngung komplett verzichtet werden, da genügend pflanzenverfügbarer Stickstoff im Boden vorliegt. Insbesondere wenn in der Fruchtfolge regelmässig Hofdünger eingesetzt wird. 

N, P und K

Im Herbst gibt es ein regional unterschiedliches Überangebot an Gülle. Wenn Sie bisher im Herbst mineralischen Stickstoff eingesetzt haben, könnte es eine gewinnbringende Option für Sie, ihren Boden und die Umwelt sein, auf Gülle umzusteigen und so zu helfen, diese sinnvoll zu verwerten. Beachten Sie dabei Ihre Möglichkeiten in der Suisse-Bilanz.

Falls Sie Phosphor und Kalium zusätzlich mineralisch düngen, erreicht man bei einer Düngung im Frühjahr eine rund 10% höhere Effizienz als bei einer Gabe im Herbst.

Ausserdem

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