

Feuerbrand ist eine bakterielle Krankheit der Kernobstbäume (Apfel, Birne, Quitte) aber auch von verwandten Zier- und Wildpflanzen wie zum Beispiel dem Weissdorn.
Die Bakterien werden hauptsächlich während der Blüte durch Bestäuber von Baum zu Baum übertragen. Auch der Mensch kann die Krankheit durch mangelnde Hygiene beim Einsatz von Schneidwerkzeugen verbreiten.
Nach einer Infektion vermehren sich die wärmeliebenden Bakterien innerhalb der Pflanze und wandern Richtung Stamm. Bei starkem Befall verstopfen sie die Leitgefässe. Die Folge sind die typischen Symptome wie vertrocknete Triebe, abgestorbene Äste und mumifizierte Früchte. Besonders anfällige Arten wie die Quitte sowie empfindliche Apfel- und Birnensorten können innerhalb kurzer Zeit vollständig absterben.
Die Bakterien überwintern in der Rinde einer befallenen Wirtspflanzen in sogenannten Kankern. Von dort aus können sie im folgenden Jahr neue Infektionen verursachen.

Hinweis auf die Rechtsgrundlage:
Fällung eines Obstbaums: welche Auswirkungen kann dies auf die Biodiversitätsförderflächen (BFF) haben ?
Die Fällung eines Hochstamm-Feldobstbaums kann zu Beitragsverlusten führen (Qualitätsstufe I, Qualitätsstufe II, Vernetzungsbeiträge und/oder Landschaftsqualitätsbeiträge). Zudem kann die Erfüllung bestimmter BFF-Anforderungen beeinträchtigt werden, wodurch die Qualitätsstufe eines gesamten Obstgartens verloren gehen kann.
BFF Qualitätsstufe I (QI)
BFF Qualitätsstufe II (QII)
Empfehlungen :
Um Beitragsverluste zu vermeiden und die Anforderungen weiterhin zu erfüllen, wird empfohlen, gefällte Bäume möglichst rasch zu ersetzen.