
Nicht bewässerte Parzellen: Wenn es aufgrund von Trockenheit und Hitze zu einem Wachstumsstopp gekommen ist, besteht ein hohes Risiko für Unförmigkeiten oder Zweitwuchs, sobald wieder genügend Feuchtigkeit vorhanden ist. Wenn das Laub nach einem Niederschlag noch ausreichend kräftig und aufrecht ist, sollte geprüft werden, ob eine Anwendung eines Keimhemmungsmittels möglich ist. Dabei ist zu beachten, dass Keimhemmungsmittel nicht auf gestresste Kartoffeln ausgebracht werden sollten.
Empfehlungen der Firma, die das Produkt entwickelt hat
Maleinsäurehydrazid (5 kg/ha Fazor oder Himalaya 60 SG oder 11 l/ha Itcan SL270), das unter guten Bedingungen vorbeugend eingesetzt wird, kann helfen, die Lagerfähigkeit zu verbessern sowie Ausfallkartoffeln in der nächsten Kultur zu vermindern.
Um Schäden zu vermeiden und eine gute Wirkung zu erreichen, müssen die Anwendungsbedingungen strikte beachtet werden:
Nicht bei Temperaturen über 25 °C behandeln oder vor eine heissen Periode (>30°C)
Nur gesunde und wüchsige Pflanzen, keine gestressten oder kranken Pflanzen behandeln
Bei Trockenheit werden 20 mm Wasser vor der Anwendung empfohlen; kein Regen und keine Bewässerung 24 Stunden nach der Anwendung.
80% der Knollen sollten einen Durchmesser von mindestens 25 mm (30-35 mm für grosskalibrige Sorten) aufweisen; sind die Knollen zu klein entstehen Ertragsverluste; wird die Behandlung zu spät gemacht, ist die Wirkung vermindert.
Generell muss die Behandlung 3 bis 5 Wochen vor der Krautvernichtung gemacht werden (Wartefrist: 3 Wochen)
Nicht mit anderen Produkten mischen. 3 bis 4 Tage warten vor und nach einer Fungizidbehandlung. Brühmenge: Mindestens 300 l/ha.