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Die Versauerung ist in unseren Breitengraden ein natürlicher Prozess. In unseren landwirtschaftlichen Böden liegt der angestrebte pH-Wert in der Regel zwischen 6.7 und 7.3.
Dies ist nötig, um die Bodenstruktur (Kalziumbrücke für den Ton-Humus-Komplex) zu erhalten und den Luft- und Wasseraustausch zu gewährleisten. Ein neutraler pH-Wert ermöglicht eine bessere Speicherung von Nährstoffen und kann bestimmte Fruchtfolgekrankheiten hemmen.
Bei saurem Boden (pH-Wert < 6,0) sollte eine Aufkalkung in Betracht gezogen werden. Liegt der pH-Wert leicht über 6,0, ist eine Erhaltungskalkung vorzusehen. Die empfohlenen Dosierungen müssen eingehalten werden, da sonst ein Mangel an bestimmten Spurenelementen wie Bor entstehen kann. Das Ziel der Kalkung ist es, den pH-Wert um einen halben Punkt anzuheben (z. B. von 5.5 auf 6.0). Aus diesem Grund sollte vor der Kalkung der pH-Wert bestimmt werden.
Zur Erinnerung: Gerste, Rüben und Luzerne vertragen keinen sauren pH-Wert (> 6.3). Ausführlichere Informationen finden Sie im Datenblatt Kalkung – Grangeneuve.