Pflanzenschutz-Bulletin

vom 30. Juni 2026

Tiefenlockerung

Bedingungen = trocken

Das wichtigste bei eine Tiefenlockerung sind die Bodenbedingungen. Für ein positives Resultat müssen diese trocken sein. Und zwar nicht nur an der Oberfläche, sondern auf dem gesamten bearbeiteten Horizont. Prüfen Sie vor einem Eingriff mit dem Spaten, ob der Boden trocken genug ist. Falls der Boden nicht trocken ist auf der betroffenen Tiefe, unterlassen Sie den Eingriff.

Aktuell ist der Boden sehr trocken, vielleicht fast zu trocken, da damit der Eindringwiderstand und der Dieselverbrauch stark erhöht werden.


Stabilisieren

Optimalerweise wird eine Tiefenlockerung in einem wachsenden Pflanzenbestand wie einer Kunstwiese oder Gründdüngung gemacht. Die vorhandenen Wurzeln können den tief gelockerten Boden sofort wieder erschliessen und dadurch stabilisieren, ohne dass der Boden wieder in sich zusammen sackt.

Nach einer Tiefenlockerung sollte die Fläche nicht zu oft befahren werden, um die Verdichtung der gelockerten Schichten zu verhindern. In den jetzigen Bedingungen wird das einmalige Befahren für die Ansaat der Gründüngung den gewünschte Effekt wohl nicht zunichtemachen. 

Wer ausgerüstet ist, kann die Tiefenlockerung mit der Saat kombinieren, was in der Regel jedoch ziemlich Zugkraft voraussetzt.

Nutzen

Ein gelungener Eingriff kann helfen, den Unterboden und die darin liegenden Reserven an Wasser oder Nährstoffen besser mit den Pflanzenwurzeln erschliessen zu können. Dies hilft insbesondere bei Trockenheit.

Auch die Infiltration von Wasser kann sich verbessern, was Erosion oder Staunässe reduzieren kann. 

Achten Sie auf vorhandene Drainagen.

Ausserdem

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