Pflanzenschutz-Bulletin

vom 30. Juni 2026

Vorerntekontrollen

Bei starkem Schädlingsbefall wird die Dauer der Blüte und die Periode der Bildung der Schoten verlängert und führt so zu ungleichmässigem Abreifen. Die Entscheidung zum optimalen Erntetermin bleibt eine Herausforderung, auf jeden Fall sollte nicht zu früh geerntet werden, so können zwischen 2 und 9 dt/ha dazugewonnen werden. Die Feuchtigkeit des Korns allein genügt nicht um den Erntezeitpunkt zu bestimmen. Um möglichst viel zu ernten und dabei möglichst wenig Ausfallraps zu generieren, kann man folgende Punkte beachten:

  1. Feuchtigkeit der Körner: max. 9%
  2. Weniger als 30% der Stängel sollten bei der Ernte noch grün sein.
  3. Auch die unteren Schoten sollten reif sein, dabei das Platzen der oberen Schoten nicht überschätzen. Das Schotenplatzen ist in neuen Sorten wesentlich kleiner.
  4. Einstellung des Mähdreschers (nicht zu tief mähen), & Einsatz einer Rapstischverlängerung.

So kann man die aufgelisteten Punkte überprüfen:

  • Versuchen einige Pflanzen im Inneren des Feldes zu sehen um die Farbe der Stängel- und unteren Schoten zu beurteilen.
  • Wenn es die Zeit erlaubt, mit dem Drescher einige Meter dreschen. Eine Körnerprobe nehmen, die Farbe der Stängel und Schoten überprüfen und beobachten ob hinter dem Drescher grüne Schoten liegen.

Ausserdem

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