
Wenn immer möglich sollten Mischungen gesät werden. Mischungen sind sicherer im Auflauf, der Bodendeckung und damit der Unkrautunterdrückung, im Aufbau von Biomasse und der Durchwurzelung des Bodens.
Achten Sie dabei auf Ihre Fruchtfolge oder eine allfällige Futternutzung. Es gibt für fast jede Fruchtfolge eine passende Mischung.
Stellen sie sicher, dass die Gründüngung sicher abfriert oder zerstört werden kann und keine Samen bildet. Achtung bei Raigräsern, die in der Fruchtfolge zu starken Ungräsern werden können.
Je früher eine Gründüngung gesät werden kann, desto besser. Allerdings ist die Bekämpfung von Wurzelunkräuter wie Disteln, Winden, Quecken oder Blacken auf den Stoppeln am wirksamsten. Daher sollte je nach Parzelle sorgfältig abgewogen werden, ob die Gründüngung unmittelbar gesät oder erst nach den Bekämpfungsmassnahmen angelegt wird.
Je nach Verunkrautung durch einjährige Unkräuter können sich ein oder mehrere Durchgänge mit einem Zinken- oder Scheibengerät lohnen. Arbeiten Sie nicht zu tief, sonst verlieren Sie wertvolles Wasser, welches die Zwischenkultur für das Keimen und das Wachstum benötigt. Viele Gründüngungen werden als Mulchsaat angelegt. Legen Sie dabei die Samen 1 bis 3cm in den Boden. Bei trockenen oder unsicheren Bedingungen kann sich auch eine Direktsaat anbieten. Der Pflug ist bei Zwischenkulturen oft fehl am Platz.
Wurde das Stroh gehackt und auf der Parzelle belassen, sollten vorzugsweise Gülle oder andere stickstoffhaltige Hofdünger ausgebracht werden, da es sonst zu einer temporären Stickstoffblockade kommt. Falls keine Hofdünger zur Verfügung stehen, wählen Sie eine Mischung mit einem hohen Anteil an Leguminosen. Mineraldünger sind in Gründüngen fehl am Platz.
Gewisse Vorkulturen hinterlassen viel Stickstoff/Nitrat im Boden. So z.B. Kartoffeln, Hackfrüchte mit viel Bodenbewegung bei der Ernte, Erbsen oder andere Hülsenfrüchte. In diesen Fällen sollten keine Stickstoffhaltigen Dünger wie Gülle ausgebracht werden. Diese nützen nichts und erhöhen das Risiko der Nitratauswaschung.