Kohlhernie tritt in Herden auf (verzögerte Rapsentwicklung, Gallen an den Wurzeln). Es gibt keine direkte Bekämpfungsmöglichkeit, aber verschiedene vorbeugende Massnahmen. Dazu gehören: Verlängerung der Anbaupause zwischen zwei Rapsanbauperioden, Bekämpfung von Rapsdurchwuchs und Unkräutern aus der Familie der Kreuzblütler wie Hirtentäschel, Hederich, Rübsen und Senf sowie der Verzicht auf Gründüngungen aus dieser Familie (Senf, Rettich), da es sich bei allen um Wirtspflanzen handelt. Eine Kalkdüngung (optimaler pH-Wert: 6-7), die Zufuhr von organischem Dünger und eine gute Bodenstruktur sind ebenfalls wirksame Massnahmen. Nach der Bearbeitung einer befallenen Parzelle wird dringend empfohlen, die Maschinen zu waschen, um eine Kontamination anderer Parzellen zu vermeiden. Die neue Sorte Cromat ist tolerant gegenüber bestimmten Stämmen des Kohlhernie-Erregers. Um zu verhindern, dass diese Teilresistenzen gebrochen werden, sollte die Sorte unbedingt nur dort eingesetzt werden, wo sie wirklich benötigt wird (Risikofelder oder kontaminierte Felder).

Die vom Kohlgallenrüssler befallenen Pflanzen weisen wie bei der Kohlhernie runde Gallen am Wurzelhals auf. Diese liegen jedoch näher an der Bodenoberfläche. Wenn man die Gallen aufschneidet, erkennt man Frassgänge und darin die weissen Larven des Rüsslers. Der Schaden ist in der Regel unbedeutend.
