Nun ist der letzte Moment um eine Kontrolle der Blattstiele auf Erdflohlarven durchzuführen. Dabei Larven (2 bis 5 mm gross mit schwarzem Kopf) in den Blattstielen zählen (70% der Pflanzen mit Larven auf 50 Pflanzen), oder ein Berlèse-Test auswerten, welcher schon vor 2 Wochen angesetzt wurde (2 bis 5 Larven pro Pflanze). der Larvenbefall und die Notwendigkeit einer Insektizidbehandlung abgeschätzt werden.
Die Larven sind nur dann schädlich, wenn sie das Herz der Rapspflanze (Vegetationspunkt) erreichen. Das Risiko ist weniger gross wenn die Rapspflanzen zu Beginn des Winters gut entwickelt sind (ca. 10 Blätter und ein Wurzelhalsdurchmesser von 8 mm) und gesund sind (keine Kohlhernie an den Wurzeln). In kräftigen Pflanzen können die Larven ihren Zyklus in den Blattstängeln beenden, ohne bis zum Herz (Vegetationspunkt) der Pflanze vorzudringen. Allerdings kann ein milder Winter die Schäden verstärken. Dank des enormen Kompensationsvermögens (z.B. durch Bildung von Seitentrieben) des Rapses sind die Auswirkungen des Rapserdflohs auf den Ertrag oft geringer als erwartet.

Eine Behandlung der Larven gegen Ende der Saison (Ende Oktober bis Mitte November), wenn die Temperaturen kühl sind, ist wirksamer als die Behandlung gegen adulte Rapserdflöhe (siehe Grafik unten).
Die einzigen zur Verfügung stehenden Mittel, Pyrethroide sind hochanfällig für Resistenzbildungen (z.B. Rapsglanzkäfer) (Erfahrungen D, F & UK), deshalb sollte mit diesen sparsam umgegangen werden. D.h. im Herbst wenn immer möglich nur eine Behandlung anvisieren.
Nicht vergessen vor einer Insektizidbehandlung aus dem Programm «Verzicht auf Pflanzenschutzmittel» (ehem. Extenso ) auszusteigen und eine Sonderbewilligung einzuholen. Das Produkt Karate Zeon hat den geringsten Gewässerabstand (20 m) wegen Abdrift. Spritzfenster anlegen (eine Balkenbreite auf 10-15 m Laufmeter). Beachten Sie unbedingt die Anwendungsbedingungen zum Schutz der Gewässer vor Abdrift und Abschwemmung.
Achtung: Falls bereits adulte Erdflöhe behandelt wurden, ein anderes Mittel gegen Larven verwenden. Die einzelnen Mittel dürfen nur ein Mal pro Kalenderjahr im Raps verwendet werden.
