Fusarien
können die Weizenähren von sensiblen Sorten infizieren, aber nur wenn die
Wetterverhältnisse passen, d.h. wenn es regnerisch ist während der Blüte. Es
kann bei der Sortenwahl auf resistentere Sorten geachtet werden (siehe Liste der
empfohlenen Sorten von Swiss Granum/Agroscope). Ausserdem sollte darauf
geachtet werden, dass das Risiko einer Infektion möglichst tief gehalten wird,
nämlich durch eine gute Fruchtfolge und die Wahl der Bodenbearbeitung vor der
Saat. Eine Weizensaat nach Mais, speziell Körnermais, und wenn dabei pfluglos
gearbeitet wird, stellt ein erhöhtes Risiko dar. Das feine Mulchen der
Maisstoppeln und anschliessende Unterpflügen reduziert das Risiko für Fusarien
stark. Zur Erinnerung; bei Weizen oder Triticale nach Mais gibt es keine
Beiträge für die Wahl einer pfluglosen Anbautechnik.

Dieses Jahr kam es in der Westschweiz regional zu einem erhöhten Auftreten von Mutterkornpilz (siehe Titelbild), auch im Weizen. Der Mutterkornpilz infiziert Getreide während der Blüte, wobei Roggen am anfälligsten ist. Die Infektion geht von früh blühenden Gräsern aus. So wurden in den letzten Jahren vermehrt Fälle in Parzellen mit z.B. resistentem Raygras beobachtet. Aber auch mangelnde Feldrandhygiene trägt zum Infektionsrisiko bei, die Feldränder sollten vor der Blüte des Getreides gemulcht werden.

Die schwarzen Körner (Sklerotien) bilden die Grundlage für Infektionen in der nächsten Saison. Diese Sklerotien bleiben bis zu 3 Jahre infektionsfähig. Da sie in betroffenen Parzellen auf den Boden fallen empfiehlt sich eine Einarbeitung tiefer als 10 cm, am besten mit dem Pflug. Für strikte No-Till Betriebe empfiehlt sich eine Pause für Getreideanbau von mindestens 2 Jahren auf einer stark befallenen Parzelle.