Pflanzenschutz-Bulletin

vom 26. Februar 2026

Krankheiten im Getreide vorbeugen

Fusarien

Fusarien können die Weizenähren von sensiblen Sorten infizieren, aber nur wenn die Wetterverhältnisse passen, d.h. wenn es regnerisch ist während der Blüte. Es kann bei der Sortenwahl auf resistentere Sorten geachtet werden (siehe Liste der empfohlenen Sorten von Swiss Granum/Agroscope). Ausserdem sollte darauf geachtet werden, dass das Risiko einer Infektion möglichst tief gehalten wird, nämlich durch eine gute Fruchtfolge und die Wahl der Bodenbearbeitung vor der Saat. Eine Weizensaat nach Mais, speziell Körnermais, und wenn dabei pfluglos gearbeitet wird, stellt ein erhöhtes Risiko dar. Das feine Mulchen der Maisstoppeln und anschliessende Unterpflügen reduziert das Risiko für Fusarien stark. Zur Erinnerung; bei Weizen oder Triticale nach Mais gibt es keine Beiträge für die Wahl einer pfluglosen Anbautechnik.

Fusarienbefall im Weizen

Mutterkornpilz

Dieses Jahr kam es in der Westschweiz regional zu einem erhöhten Auftreten von Mutterkornpilz (siehe Titelbild), auch im Weizen. Der Mutterkornpilz infiziert Getreide während der Blüte, wobei Roggen am anfälligsten ist. Die Infektion geht von früh blühenden Gräsern aus. So wurden in den letzten Jahren vermehrt Fälle in Parzellen mit z.B. resistentem Raygras beobachtet. Aber auch mangelnde Feldrandhygiene trägt zum Infektionsrisiko bei, die Feldränder sollten vor der Blüte des Getreides gemulcht werden.

Die schwarzen Körner (Sklerotien) bilden die Grundlage für Infektionen in der nächsten Saison. Diese Sklerotien bleiben bis zu 3 Jahre infektionsfähig. Da sie in betroffenen Parzellen auf den Boden fallen empfiehlt sich eine Einarbeitung tiefer als 10 cm, am besten mit dem Pflug. Für strikte No-Till Betriebe empfiehlt sich eine Pause für Getreideanbau von mindestens 2 Jahren auf einer stark befallenen Parzelle. 

Ausserdem

An error has occurred. This application may no longer respond until reloaded.Reload 🗙